Medizinisches Zentrum für Erwachsene mit Behinderungen (MZEB) am Klinikum Osnabrück

Osnabrück, 20.06.2018. Mit dem neuen „Medizinischen Zentrum für Erwachsene mit Behinderungen“ (MZEB) hat das Klinikum Osnabrück eine interdisziplinär strukturierte Behandlungseinrichtung geschaffen, mit der sich die medizinische Versorgung von Patienten aus dieser Personengruppe spürbar verbessert.

In der ambulanten Einrichtung können Erwachsene mit geistigen oder schweren Mehrfachbehinderungen in enger Abstimmung mit ihren Angehörigen, Hausärzten und Therapeuten eine qualifizierte medizinische Behandlung bei allen Erkrankungen erhalten, die über den Umfang der Regelversorgung weit hinaus geht.

Während es für Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen und Behinderungen vorgesehen ist, dass sie bis zu ihrem 18. Lebensjahr zusätzlich zur hausärztlichen Versorgung in einem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) wie in Osnabrück im Kinderhospital am Schölerberg medizinisch betreut werden, war für die erwachsenen Patienten mit Behinderungen  bisher keine ergänzende Behandlungsstruktur vorgesehen. Nach Ergänzung des Gesetzestextes im Sozialgesetzbuch im Jahre 2015 wurde der Weg frei für die medizinischen Zentren für Erwachsene mit geistiger oder schwerer Mehrfachbehinderung. Das Klinikum Osnabrück erhielt Anfang des Jahres als eine der ersten Zentren bundesweit die Zulassung.

„Mit den MZEB wird eine Versorgungslücke geschlossen. Bei Menschen mit geistigen oder schweren Mehrfachbehinderungen treten, wenn sie älter werden, die gleichen Erkrankungen wie bei allen anderen Erwachsenen auf – aber bei ihrer Behandlung stellen sich oftmals komplexe Fragen, die in der Regelversorgung nicht so einfach gelöst werden können“, sagt der 46-jährige Neurologe, Psychiater und Psychotherapeut Uwe Winninghoff, der das MZEB am Klinikum Osnabrück leitet.

In der neuen Einrichtung steht ein Ärzteteam zur Verfügung, dem Neurologen, Orthopäden, Neurochirurgen und Spezialisten für Epilepsie angehören, weiter gibt es eine enge fächerübergreifende Zusammenarbeit mit anderen Fachgebieten wie z.B. HNO oder Dentisten.

Darüber hinaus gehören dem Team noch Therapeuten aus allen Disziplinen, Krankenpfleger und Sozialarbeiter an. Damit ist sichergestellt, dass die Patienten einen koordinierten Zugang zu allen Bereichen der Diagnose und Behandlung erhalten, die in dem Krankenhaus der Maximalversorgung auf dem Finkenhügel zur Verfügung stehen.

Zu den medizinischen Schwerpunkten des MZEB gehören Spastikbehandlungen , die Epilepsiebehandlung, Diagnostik und Therapie von Schluckstörungen, das Abklären von auffälligen Verhaltensmustern und von unklaren Schmerzerscheinungen, außerdem kann das MZEB eine Beratung und Optimierung bei der Hilfsmittelversorgung leisten. Wie Herr Uwe Winninghoff  betont, liegt es besonders im Fokus, Angehörige und Bezugspersonen zu beraten und gegebenenfalls auch anzuleiten.

Kontaktdaten:
Telefon 0541/405-4500,  Fax: 0541/405-4509, e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Marita Wuschke Vorstand Landesverband der DE Niedersachsen


Jede Spende hilft!

Wenn Sie unsere Arbeit für Menschen mit Epilepsie finanziell unterstützen wollen, richten Sie Ihre Spende an:
Sparkasse Göttingen

IBAN: DE29 2605 0001 0000 562934

BIC: NOLADE21GOE

Detlef Briel


Zitate

„Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muß auch tun.“

Johann Wolfgang von Goethe


Besucher

Heute38
Gestern39
Diese Woche217
Dieser Monat568
Allle Tage73844